So stylen Sie Ihre Winter-Looks im Lagenlook

Der Winter stellt die Mode vor eine besondere Herausforderung: Wie lassen sich Wärmekomfort, Ästhetik und persönlicher Stil vereinen? Wer diese Kunst beherrscht, kann modisch experimentieren und mit Texturen, Farben und Formen spielen, selbst wenn das Thermometer unter den Gefrierpunkt sinkt.

Wie schafft man die perfekte Grundlage für den Lagenlook?

Alles beginnt mit der Basisschicht, die direkt auf der Haut liegt. Ihre Bedeutung ist enorm, wird aber oft unterschätzt. Sie speichert Wärme, leitet Feuchtigkeit ab und schützt den Körper so vor Unterkühlung.

Anders als oft angenommen, reicht ein dickes Baumwoll-T-Shirt nicht immer aus, da es Schweiß staut. Atmungsaktive Materialien mit Wärmeisolation sind besser geeignet. Ein dünner, figurbetonter Rollkragenpullover oder ein langärmeliges Oberteil aus Merinowolle sind ideal – warm und gleichzeitig hautfreundlich. Die Basisschicht sollte wie eine zweite Haut am Körper anliegen – eng anliegend, aber nicht einengend.

Welche Kleidungsstücke eignen sich am besten als mittlere Schicht?

Die mittlere Schicht spielt eine entscheidende Rolle: Sie isoliert und gibt dem gesamten Outfit die Richtung vor. Hier haben Sie die größte Spielraum für vielfältige Kombinationen. Wichtig ist, dass sie etwas lockerer sitzt als die Basisschicht, um Bewegungsfreiheit zu ermöglichen und eine Art „Luftpolster“ zu schaffen, das zusätzlich vor Kälte schützt.

  • Pullover und Cardigans: Wolle, Kaschmir oder grob gestrickte Pullover – sie bilden die Grundlage jeder Wintergarderobe. Ein offen getragener Cardigan gibt den Blick auf die darunterliegende Schicht frei, während ein V-Ausschnitt-Pullover perfekt zu einem Rollkragenpullover oder Hemd passt.
  • Westen: Daunen, Wolle oder Kunstpelz – sie wärmen, ohne die Schultern zu beschweren. Über einem Pullover oder einer leichten Jacke getragen, werten sie den Look sofort auf.
  • Hemden: Kariertes Flanellhemd oder Jeanshemd, offen getragen über einem schlichten T-Shirt oder Rollkragenpullover, verleihen dem Outfit eine lässige Note.
  • Strickkleider: Sie lassen sich hervorragend mit einem dünnen Rollkragenpullover darunter und einer locker sitzenden Strickjacke oder Weste darüber kombinieren.
  • Sweatshirts: Klassische oder elegante Modelle aus hochwertigen Materialien passen gut zu legeren Outfits.

Wie kombiniert man verschiedene Texturen und Längen, um den „Schneemann-Effekt“ zu vermeiden?

Das Geheimnis gelungener Lagenlooks liegt in der Vielfalt. Monotonie lässt die Silhouette schwer und formlos wirken. Daher lohnt es sich, mit Kontrasten zu spielen: Ein glatter, fließender Stoff (z. B. eine Seidenbluse) in Kombination mit dicker, strukturierter Wolle (z. B. einer Zopfstrickjacke) erzeugt einen interessanten visuellen Effekt. Ebenso wertet die Kombination von mattem Strick mit glänzendem Leder oder Wildleder den Gesamtlook auf.

Auch das Spiel mit der Länge ist wichtig. Ein längeres Hemd, das unter einem kürzeren Pullover hervorblitzt, oder eine lange Strickjacke über einem knielangen Kleid lockert die Silhouette an strategischen Stellen auf und verleiht ihr eine leichte Note.

Die Proportionen sind weiterhin entscheidend. Ist das Oberteil eines Outfits voluminös (z. B. ein dicker Pullover und eine Steppweste), empfiehlt es sich, dies mit einem figurbetonten Unterteil auszugleichen. Schmale Hosen, Leggings oder ein Bleistiftrock harmonieren mit der Silhouette und verleihen dem gesamten Look Eleganz und einen durchdachten, nicht chaotischen Eindruck.

Winter-Layering ist viel mehr als nur das Übereinanderlegen von Kleidungsschichten. Es ist eine bewusste Strategie, mit der man sich an wechselnde Temperaturen anpassen und sowohl in kalten als auch in beheizten Räumen für Komfort sorgen kann. Es ist außerdem eine Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken, indem man durch den bewussten Einsatz von Stoffen, Farben und Formen einzigartige Outfits kreiert. Das Experimentieren mit Proportionen, Texturen und Accessoires eröffnet die Möglichkeit, den eigenen Stil zu entdecken und macht den Winter zu einer Gelegenheit für modischen Spaß.

 

Eva Zimmermann

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